E.ON edis nimmt neuen E-Transporter auf Hiddensee in Betrieb (24.08.2010)

Die E.ON edis AG ersetzt ihr seit über 12 Jahren im Einsatz befindliches Elektrofahrzeug auf der Ostseeinsel Hiddensee durch ein Fahrzeug der Firma EcoCraft vom Typ EcoCarrier ES Kasten. Mit dem elektrisch betriebenen Transporter wird der Netzbetreiber zukünftig die notwendigen Transporte auf der Insel zur Wartung und Instandhaltung der Energienetze ausführen.

Die Ära elektrisch betriebener Fahrzeuge begann auf Hiddensee bereits zum Ende des vorigen Jahrhunderts. Hiddensee ist eine autofreie Region. Wer trotzdem mobil sein muss, wie z. B. Ärzte, Polizei, Feuerwehr oder Versorgungsunternehmen, benötigt eine Ausnahmegenehmigung der Gemeinde. Ein Antrag auf Betrieb eines emissionsfreien Fahrzeugs wird bei nachweisbarer Notwendigkeit in der Gemeinde mit größtem Wohlwollen bearbeitet. Das erste Elektrofahrzeug der E.ON edis AG wurde bereits im Frühjahr 1998 in Betrieb genommen und hat sich über 12 Jahre im Alltag bewährt.

Der neue EcoCarrier arbeitet besonders effektiv. Nur 30 Prozent der Kosten eines herkömmlichen Transporters fallen für dieses Fahrzeug an. Eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h schafft der EcoCarrier in 8,5 Sekunden. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h. Nach rund 80 Kilometer Fahrweg muss der Transporter, der ca. 750 Kilogramm Nutzlast aufnimmt, an die Ladestation.


Elektromobilität Schwerpunktthema im gesamten E.ON-Konzern
Elektrofahrzeuge haben ihre breite Markteinführung noch vor sich. Die Potenziale untersucht E.ON derzeit im Rahmen von Projekten mit Automobilherstellern.
So demonstrierten BMW und E.ON in München, dass rein elektrisch betriebene Autos eine Alternative zu Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor sein können. Rund 100 Fahrer aus München und dem Umland legten mit 15 rein elektrisch angetriebenen MINI E der BMW Group mehr als 150.000 Kilometer zurück – emissionsfrei mit umweltfreundlichem E.ON-Strom aus Wasserkraft. Das wichtigste Ergebnis: Elektromobilität funktioniert schon heute weitgehend problemlos.
Mit Volkswagen und weiteren Partnern führt E.ON ein Kooperationsprojekt durch, bei dem im laufenden Jahr der VW Golf TwinDrive zum Einsatz kommt. Bei diesem „Plug-In-Hybrid“ wird ein Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Antrieb kombiniert.
In Großbritannien ist E.ON am Projekt CABLED beteiligt. Dort sollen 110 Elektrofahrzeuge vom Typ Mitsubishi iMiEV über die Straßen von Birmingham und Coventry rollen. E.ON UK errichtet im Rahmen des Projekts private und öffentliche Ladeinfrastruktur und analysiert die Belastung der Stromnetze. Ein ähnliches Projekt ist im schwedischen Malmö geplant.


E.ON treibt Forschung und Entwicklung bei Elektromobilität voran
Die Entwicklung der Elektromobilität zur Marktreife wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. E.ON ergänzt laufende Entwicklungsarbeit im Unternehmen durch Kooperationen mit renommierten Instituten. Dazu zählen unter anderem die Fraunhofer Institute für Solare Energiesysteme und für System- und Innovationsforschung, das Fachgebiet Elektrische Energieversorgungsnetze der TU München und das Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen.
In Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig testet E.ON derzeit eine zukunftsweisende kabellose Stromtankstelle. Die Fahrzeugbatterie wird dabei berührungslos aufgeladen. Dazu befindet sich auf einem Parkplatz eine rund anderthalb Quadratmeter große Matte mit einer Induktionsspule. Eine weitere, im Fahrzeugboden angebrachte Spule nimmt die Energie der Induktionsspule auf. Der Testbetrieb soll Erkenntnisse zur Zuverlässigkeit und Sicherheit des Ladevorgangs sowie zu systembedingten Übertragungsverlusten bringen.

Weitere Informationen über E.ON edis erhalten Sie auf der Internetseite http://www.eon-edis.com.