Ministerpräsident Erwin Sellering schaltet hochmodernes Umspannwerk ein. Das Herzstück der Stromversorgung im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns ist nach ca. zweijähriger Bauzeit komplett erneuert worden. Ministerpräsident Erwin Sellering würdigt das Engagement des regionalen Energiedienstleisters für den Ausbau der energetischen Infrastruktur. Auch die zur Versorgung der Hansestadt Wismar notwendige Mittelspannungsanlage der Stadtwerke Wismar wurde ersetzt.
Mit einer symbolischen Schaltung nahmen am Montag Ministerpräsident Erwin Sellering, Wismars designierter Bürgermeister Thomas Beyer, Senator Michael Berkhahn, E.ON edis Vorstandsvorsitzender Bernd Dubberstein und Stadtwerke Geschäftsführer Andreas Grzesko das neuerrichtete Umspannwerk (UW) Wismar in Betrieb.
"E.ON edis hat hier ein Umspannwerk auf dem neuesten Stand der Technik errichtet. Damit sorgt das Unternehmen dafür, dass die Menschen in Wismar und im Nordwesten unseres Landes weiter zuverlässig mit Strom versorgt werden. Zugleich wird eine wichtige Voraussetzung für weiteres wirtschaftliches Wachstum und damit für die Ansiedlung und den Erhalt von Arbeitsplätzen geschaffen", würdigte Ministerpräsident Sellering das Engagement des regionalen Energiedienstleisters.
E.ON edis-Vorstandsvorsitzender Bernd Dubberstein bezeichnete das neue UW Wismar als wichtigen Meilenstein in der Gesamtinvestitionsstrategie im Bereich des 110-kV-Netzes in der Region. "Wir haben hier in Nordwest-Mecklenburg in den letzten 5 Jahren fast 10 Mio. Euro investiert. Weitere große Baumaßnahmen im Gesamtvolumen von ca. 30 Mio. Euro bis 2015 sind in Vorbereitung. Noch in diesem Jahr werden wir im Wismarer Gewerbegebiet Haffeld mit dem Bau eines weiteren Umspannwerkes beginnen. In den folgenden Jahren wird u. a. die 110-kV-Leitung zwischen Rostock und Wismar erneuert", erläuterte Bernd Dubberstein.
Das Gelände des UWs im Stadtteil Friedenshof glich fast zwei Jahre einer Großbaustelle. Dabei wurde vor Ort nicht nur gebaut. Der Betrieb der elektrischen Anlagen musste während der gesamten Bauzeit gesichert werden. Diese Besonderheit der Baumaßnahme Wismar stellte Bauleute und Techniker der E.ON edis AG vor eine große Herausforderung: Der kontinuierliche Weiterbetrieb des Umspannwerkes sicherte in der Bauphase die elektrische Versorgung der Hansestadt Wismar und der umliegenden Region im vollen Umfang. Mindestens drei Leitungssysteme sowie alle drei Transformatore mussten ständig in Betrieb sein.
Mit fünf 110-kV-Freileitungssystemen, perspektivisch sogar sechs Systemen, ist das neue UW ein Knotenpunkt des Versorgungsgebietes der E.ON edis AG im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Es versorgt zwei unabhängig voneinander betriebene 20-kV-Netze: einerseits das im Eigentum der Stadtwerke Wismar stehende Stadtnetz und andererseits das E.ON edis-Netz im Umland von Wismar, im Süden bis an das Versorgungsgebiet der Region Westmecklenburg-Schwerin im Norden bis zur Insel Poel. Damit ist das UW der zentrale Verteilungs- und Schaltpunkt der gesamten Region Nordwest Mecklenburg.
Wegen der stetigen Entwicklung der Wirtschaftskraft der Stadt Wismar und der gesamten Region Nordwest-Mecklenburg hat das Umspannwerk Wismar in den zurückliegenden Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung für die sichere und störungsfreie Elektroenergieversorgung gewonnen.
Die E.ON edis setzte beim Neubau des UW’s Wismar auf modernste technische Anlagen, die sowohl neuestem Sicherheitsstandard als auch aus Sicht des Umweltschutzes dem Stand der Technik entsprechen.
Die Anlage wird dank digitaler Fernsteuertechnik in Zukunft von der E.ON edis-Netzsteuerstelle in Bentwisch bei Rostock aus ferngesteuert und überwacht. Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme realisiert E.ON edis eine weitere Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit. Zusätzliche Vorteile des neuen Umspannwerkes liegen im geringeren Wartungsaufwand und in einer Verbesserung der Arbeitssicherheit des Betriebspersonals.