Ein komplexes und zeitlich anspruchsvolles Investitionsvorhaben der E.ON edis AG in Mecklenburg-Vorpommern wird gegenwärtig in Dargun realisiert. Mit dem Anschluss der Stadt an das E.ON edis – Hochspannungsnetz werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für Industrie und Gewerbe spürbar verbessert.
Noch in diesem Jahr wird die Stadt Dargun an das Hochspannungsnetz angeschlossen. Die E.ON edis AG errichtet dazu am nördlichen Ortsrand von Dargun ein 110-kV-Umspannwerk und investiert dafür rund 3,4 Mio. Euro. Die Grundsteinlegung im Beisein von E.ON edis Vorstands-vorsitzendem Bernd Dubberstein, Landrat Siegfried Konieczny, Darguns Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann und weiteren Gästen aus der regionalen Politik und Wirtschaft erfolgte am 21. Januar 2010.
Gegenwärtig verläuft die Hochspannungstrasse von Siedenbrünzow über Demmin nach Dölitz und damit nördlich an der Stadt Dargun vorbei. Die Stromversorgung Darguns wurde bisher über zwei Mittelspannungslei-tungen aus dem 17 Kilometer entfernten Umspannwerk Dölitz sicher gestellt. Der erheblich ansteigende elektrische Leistungsbedarf, der in erster Linie aus der Expansion der Brauerei Dargun resultiert, erfordert eine grundsätzlich neue und viel leistungsfähigere Lösung. Die durch E.ON edis zur Verfügung gestellte elektrische Leistung wird nun bis zum Jahresende 2010 um 30 Prozent steigen. Perspektivisch könnte bis zum Jahr 2013 sogar mehr als das Doppelte der heutigen Leistung benötigt werden.
Ein Ausbau des bisherigen Mittelspannungsnetzes für den spürbar anstei-genden Leistungsbedarf wäre weder wirtschaftlich sinnvoll noch netztechnisch möglich. Ein so hoher Bedarf an elektrischer Energie ist nur über einen neuen Zugang zum E.ON edis-110-kV-Netz in direkter Nähe zu den Verbrauchern zu decken. Die vorhandene energetische Infrastruktur arbeitet zwar uneingeschränkt zuverlässig, hat aber mit Blick auf die Anforderungen der Zukunft ihre Grenzen erreicht.
Das neue Umspannwerk ermöglicht der Brauerei und anderen derzeit in der Region tätigen Betrieben ihren Bedarf für geplante Erweiterungen wunschgemäß zu decken. E.ON edis-Vorstandsvorsitzender Bernd Dubberstein sicherte den anwesenden Gästen aus Politik und Wirtschaft auch für die Zukunft eine verlässliche, kompetente Unterstützung durch den regionalen Energiedienstleister in allen energetischen Fragen zu: "Eine Reservefläche auf dem Umspannwerksgelände wird jederzeit eine kurzfristige Erweiterung der elektrischen Kapazität ermöglichen." Denn ein leistungs- und erweiterungsfähiger Energieanschluss ist eine wesentliche Voraussetzung für neue Industrie- und Gewerbeansiedlungen.
Brauerei-Betriebsdirektor Wolfgang Voß würdigte die konstruktive und in besonderem Maße effektive Zusammenarbeit mit der E.ON edis AG: "Für die Umsetzung unsere Pläne benötigen wir zeitnah eine um 2 MW auf 6 MW steigende elektrische Leistung. Schnell und unkompliziert lieferte die E.ON edis AG Lösungsvorschläge und lässt den Worten nun genauso verlässlich Taten folgen", sagte Wolfgang Voß und legte gemeinsam mit dem Landrat, dem Bürgermeister und dem E.ON edis-Vorstandsvorsitzenden symbolisch den Grundstein.
In dem neuen Umspannwerk wird zunächst ein Transformator modernster Bauart 20 MW elektrische Leistung übertragen können. Die Netzbaumaßnahme bewirkt neben der Deckung des gestiegenen Energiebedarfs auch eine hohe Versorgungssicherheit.