Das fast 40 Jahre alte Umspannwerk (UW) Wismar hat ausgedient und wird an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt. Auch die zur Versorgung der Hansestadt Wismar notwendige Mittelspannungsanlage der Stadtwerke Wismar wird erneuert. Beide Unternehmen investieren fast 5 Mio. Euro.
Auf dem Gelände des UW Wismar im Stadtteil Friedenshof herrscht seit Juni reges Treiben. Bauvorbereitende Maßnahmen zu einer großen Investition in die energetische Infrastruktur der Hansestadt sorgen auf dem sonst eher durch Ruhe gekennzeichneten Gelände für emsiges Treiben. Nach Abschluss aller Vorbereitungen begannen am 18. August 2008 die eigentlichen Bauarbeiten.
Das UW Wismar ist ein Herzstück der Stromversorgung im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Es bildet mit fünf 110-kV-Freileitungssystemen, perspektivisch sogar sechs Systemen, einen Knotenpunkt des Versorgungsgebietes der E.ON edis AG. Das UW Wismar versorgt zwei unabhängig voneinander betriebene 20-kV-Netze: einerseits das im Eigentum der Stadtwerke Wismar stehende Stadtnetz und andererseits das E.ON edis Netz im Umland von Wismar, im Süden bis an das Versorgungsgebiet der WEMAG und im Norden bis zur Insel Poel.
Eine Besonderheit der Baumaßnahme Wismar stellt Bauleute und Techniker der E.ON edis AG vor eine große Herausforderung: Während der gesamten Bauzeit wird die Funktion des Umspannwerkes für die elektrische Versorgung der Stadt Wismar und der umliegenden Region im vollem Umfang erhalten bleiben. Mindestens drei Leitungssysteme sowie alle drei Transformatore müssen in Betrieb sein. Die Trafos wurden bereits Mitte der neunziger Jahre im Herstellerwerk grundüberholt einschließlich Austausch aller Verschleißteile.
Das Umspannwerk Wismar ging 1970 ans Netz. Auf Grund dieser langen technischen Nutzungsdauer und einer besonderen Bauweise werden die Anlagen zunehmend pflege- und wartungsintensiv. So wurden die Leitungsportale nicht wie üblich aus Stahl errichtet sondern aus Beton. Dieser weist nun Risse und Feuchtigkeitseintritte auf, was künftig die Stabilität angreifen könnte. Der Anlagenzustand erfordert eine umfassende Ertüchtigung, um auch den zukünftigen Ansprüchen moderner und effizienter Elektroenergieversorgung zu entsprechen.
In den zurückliegenden Jahrzehnten hat das Umspannwerk Wismar zunehmend an Bedeutung für die sichere und störungsfreie Elektroenergieversorgung der nordwestlichen Region Mecklenburg-Vorpommerns gewonnen. Die E.ON edis setzt beim Neubau des Umspannwerkes Wismar auf modernste technische Anlagen, die sowohl neuestem Sicherheitsstandard als auch aus Sicht des Umweltschutzes dem Stand der Technik entsprechen.
Zum Jahreswechsel 2009/10 soll das gesamte Umspannwerk für die Versorgung der Hansestadt und der Region fertig gestellt sein. Für diese Ersatzinvestition stellen E.ON edis und die Stadtwerke Wismar rund 5 Mio. Euro zur Verfügung.
Die Anlage wird dank digitaler Fernsteuertechnik in Zukunft von der E.ON edis Netzsteuerstelle in Bentwisch bei Rostock aus ferngesteuert und überwacht. Mit der Inbetriebnahme im Winter 2009/10 realisiert E.ON edis eine Erhöhung der Versorgungszuverlässigkeit. Weitere Vorteile des neuen Umspannwerkes liegen im geringeren Wartungsaufwand und in einer Verbesserung der Arbeitssicherheit des Betriebspersonals.
Weitere Informationen zur Stromversorgung auf den Internetseiten http://www.eon-edis.com und http://www.stadtwerke-wismar.de .