E.ON edis nimmt Umspannwerk Kalsow in Betrieb (08.02.2008)

Mit der Inbetriebnahme eines neuen 110-KV-Umspannwerkes in Kalsow, wenige Kilometer östlich der Hansestadt Wismar gelegen, schafft die E.ON edis AG mit Beginn des Jahres 2008 wesentliche energetische Voraussetzungen für die weitere Ansiedlung von Industrie und Gewerbe. Gleichzeitig verbessert sich in der Region signifikant die Versorgungszuverlässigkeit.

Die E.ON edis AG errichtete im vergangenen Jahr in der Nähe der Ortschaft Kalsow in Sichtweite von der Bundesstraße 105 ein neues 110-Kilovolt-Umspannwerk und investierte dafür über 1,7 Mio. Euro. Kernstück der Anlage ist ein Transformator modernster Bauart, der 31,5 Megawatt elektrische Leistung übertragen kann.

Der Großraum Wismar hat sich in den zurückliegenden 10 Jahren zu einem der attraktivsten Wirtschaftsregionen Mecklenburg-Vorpommerns entwickelt. Das belegt nicht zuletzt der ständig steigende Bedarf an elektrischer Energie in der Region in und um Wismar.
Die Stromversorgung des Gebietes zwischen der Insel Poel, Neukloster und Glasin wurde bisher über verschiedene Mittelspannungsleitungen aus dem Umspannwerk Wismar sichergestellt. Die Entfernung zum nächsten Einspeisepunkt des 110-KV-Leitungsnetzes in Kröpelin betrug über 30 Kilometer. Der stetig steigende elektrische Leistungszuwachs, allein aus den Industriegebieten im Raum Wismar-Kalsow, Neukloster und Glasin wird in den kommenden Jahren ein Zuwachs von über 6 Megawatt prognostiziert, erforderten den Ausbau des Stromleitungsnetzes.
Perspektivisch könnte sich der heutige Leistungsbedarfes vervielfachen. Der Ausbau des bisherigen Mittelspannungsnetzes für den erwarteten Leistungsbedarf wäre somit weder wirtschaftlich sinnvoll noch netztechnisch möglich gewesen.

Die Netzplaner der E.ON edis AG haben vorsorglich schon eine Erweiterung des neuen Umspannwerkes in den kommenden Jahren in Betracht gezogen. Ein Grundstück zur Aufstellung eines weiteren Transformators hat der regionale Energiedienstleister bereits gesichert.

Neben der signifikanten Kapazitätserweiterung hat das neue Umspannwerk auch eine erhebliche Bedeutung für die Netzsicherheit und die Versorgungszuverlässigkeit. Der stetig steigende Grad der Verkabelung des Netzes, also der Austausch von witterungsanfälligen Freileitungen gegen unterirdisch verlegte Kabel speziell im küstennahen Bereich, erfordern besondere, vorbeugende Maßnahmen zur Stabilisierung und Sicherheit im Netz. Mit dem neuen Umspannwerk wurde die Sicherheit und Stabilität des Netzes auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Mit der Inbetriebnahme dieses Erschließungsvorhabens hat sich die Infrastruktur eines für potentielle Investoren interessanten Wirtschaftsraumes signifikant verbessert. E.ON edis schaffte damit die energetischen Voraussetzungen auch für weitere Industrieansiedlungen mit neuen Arbeitsplätzen.