Neue Broschüre zum Schutz bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume
Zum Ende des Jahres 2007 gibt es weit über 800 Weißstorchhorste auf elektrischen Anlagen der E.ON edis AG. Laut letzter Bestandserfassung leben insgesamt über 1.200 Brutpaare in Brandenburg und knapp 900 in Mecklenburg- Vorpommern. Auch die Schutzmaßnahmen des großen ostdeutschen Energieversorgers haben dazu beigetragen, die Bestände in den letzten Jahren auf hohem Niveau zu halten. Um den Weißstorch zu schützen, wurden in der Vergangenheit besonders die Strommasten durch Vogelschutzkonstruktionen, wie Abdeckhauben, Isolierschläuche, Abweiser, Sitzstangen und Nisthilfen gesichert.
In diesen Tagen erschien bei E.ON edis eine Broschüre, die sich speziell der Thematik des Schutzes bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume widmet. Mit wunderschönen, eindrucksvollen Bildern und informativen Texten werden am Beispiel von vier Vogelarten, dem Weißstorch, der Schleiereule, dem Fischadler und der Großtrappe , die spezifischen Eigenheiten und die Lebensbedingungen jeder Gattung sowie die Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit elektrischen Anlagen im Netzgebiet der E.ON edis AG dargestellt.
Strommaste und Trafostationen haben seit jeher eine große Anziehungskraft auf Vögel. So brüten Fischadler auf Hochspannungsmasten, Störche bauen ihre Nester auf Masten der ländlichen Ortsnetze und Eulen, Falken, Fledermäuse u.a. finden ihre Heimstatt insbesondere in alten Transformatorenhäusern. Die E.ON edis AG fühlt sich als regionaler Energieversorger dem Arten- und Umweltschutz verpflichtet. Der Ausgleich der durch Leitungssysteme und Anlagen der Energieverteilung entstandenen Veränderungen in der Natur ist integrierter Bestandteil der Unternehmenskultur. Dafür wendet E.ON edis jährlich erhebliche finanzielle Mittel auf.
Trotz vielfältiger Schutzmaßnahmen bestehen an elektrischen Anlagen oftmals gewisse Gefahren für Tiere. E.ON edis weiß um diese Gefahren und hat in der Vergangenheit schon vieles getan um aktiv Artenschutz zu praktizieren. Auch zukünftig wird der Regionalversorger auf der Grundlage des neuen Bundesnaturschutzgesetzes große Anstrengungen zum Schutz der Natur unternehmen. So wurden z.B. allein bis Ende 2006 insgesamt 314 Transformatorenhäuschen für das Hegeprogramm der Schleiereule und anderer gefährdeter Arten an Umweltverbände kostenlos und nutzungsgerecht übergeben. Häufig wurde dies verbunden mit einer zweckgebundenen Spende für solche Objekte.
Schon über 40 Jahre währt die gute Zusammenarbeit der E.ON edis AG und ihrer Vorgängerunternehmen mit den Naturschützern und –verbänden zum Erhalt der Fischadler. Diese haben die hohen Stahlgittermaste der 110-kV-Freileitungen als Lieblingsbrutplatz erkoren und fast 80 Prozent aller Brutpaare nutzen inzwischen die über 250 installierten Nisthilfen auf Strommasten. Darüber hinaus beringen speziell für diesen Zweck ausgebildete Mitarbeiter von E.ON edis jährlich die Jungadler. Bereits über 1.000 Jungtiere haben von E.ON edis-Monteuren fachgerecht ihren Erkennungsring erhalten. Dank des Engagements von Tierschützern und E.ON edis-Mitarbeitern hat sich der Fischadlerbestand im Netzgebiet spürbar stabilisiert.
Auch die Großtrappe steht auf der „Roten Liste“ gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tierarten. Nach derzeitiger Übersicht leben deutschlandweit 100 Tiere, die Mehrzahl davon in zwei Brandenburger Schutzgebieten. Zur Sicherung dieser Lebensräume wurden umfangreiche Verkabelungen von Freileitungen vorgenommen.
Dass sich heutige wie nachfolgende Generationen an diesen gefährdeten und teilweise vom Aussterben bedrohten Vögeln erfreuen können, ist das Ziel von E.ON edis.
Die in einer zweiten, überarbeiteten Auflage mit 10.000 Exemplaren vorliegende Broschüre ist kostenlos über die 30 E.ON edis-Standorte zu erhalten. Außerdem kann sie auf Anforderung auch an interessierte Empfänger verschickt werden. Anfragen sind zu richten an die E-Mail-Adresse zukunft@eon-edis.com