Gegenwärtig arbeitet sich ein Horizontalbohrgerät auf der Bergstraße aus Richtung E.ON edis - Umspannwerk in Richtung Stadtzentrum Anklam vor. In ca. 3 Meter Tiefe verlegt die Maschine ein 5 Zentimeter dickes Schutzrohr aus Polyäthylen. In Kürze wird in dieses Schutzrohr ein aus 48 Fasern bestehendes hochmodernes Lichtwellenleiter (LWL)-Kabel mittels Druckluft eingeblasen. Mit dieser ca. 80.000 Euro teuren Investition schließt E.ON edis das Anklamer Lilienthal-Center an ihr Informationskabelnetz an. Hier wird adm in Kürze ihren vierten Standort eröffnen. Bis Ende 2008 ist der Ausbau des Standorts auf 350 Vollzeitmitarbeiter geplant. Die technischen und baulichen Möglichkeiten erlauben eine Beschäftigung von insgesamt 500 Mitarbeitern.
Der große ostdeutsche Energiedienstleister betreibt zur Steuerung seines umfangreichen Strom- und Gasnetzes ein Informationskabelnetz auf Basis der Lichtwellenleiter-Technologie. Der Ring Fürstenwalde - Potsdam - Rostock / Demmin - Fürstenwalde verbindet wichtige Standorte der E.ONedis AG und zieht sich über eine Länge von ca. 940 km durchs E.ON edis - Netzgebiet. In diesen Ring werden die einzelnen Standorte der entsprechenden Nutzer eingebunden. Freie Kapazitäten des insgesamt über 4.000 Kilometer langen Informationskabelnetzes werden über die 100%ige Tochtergesellschaft e.discom Telekommunikation GmbH Rostock vermarktet.
Neben der größeren Übertragungsgeschwindigkeit von Informationssignalen über Glasfaserverbindungen nennt E.ON edis Projektleiter Torsten Stümke einen weiteren wesentlichen Vorteil der Lichtwellenleiter-Technologie:
"Die elektrischen Informationssignale werden zunächst in Lichtsignale gewandelt. Als Lichtsignale werden sie übertragen und am Ende des Weges wieder in die ursprünglichen elektrischen Signale transformiert. Auf ihrem Übertragungsweg können die Informationen weder durch elektrische noch durch magnetische Felder verfälscht oder gar verlustig werden. Dies ist die sicherste Informationsübertragung, die uns gegenwärtig zur Verfügung steht."
Für adm wird in Anklam eine Übertragungsrate von 155.000 Kilobit pro Sekunde benötigt, ein Bruchteil der technisch möglichen Übertragungsrate.
Mit der Inbetriebnahme dieses Erschließungsvorhabens wird sich die Infrastruktur eines nicht nur für deutsche sondern auch für Investoren aus dem Baltikum, dem skandinavischen Raum und natürlich aus dem unmittelbaren Nachbarland Polen interessanten Wirtschaftsraumes signifikant verbessern. Anklam ist künftig sowohl über die Bundesautobahn A20 als auch über eine "Datenautobahn" erreichbar.
Weitere Informationen zur Stromversorgung finden Sie auf der Internetseite http://www.eon-edis.com/ und zur Telekommunikation auf http://www.ediscom.de/.