Trotz schwierigem Umfeld hat sich E.ON edis auch im Jahr 2006 für die Region engagiert (14.05.2007)

Netzregulierung zeigt Spuren/1. deutsche Off-shore-Anlage in Betrieb

Das Geschäftsjahr 2006 war für E.ON edis durch eine spürbare Senkung der Netzentgelte in Folge der ersten Regulierungsrunde, steigende Energiebezugskosten und weiter zunehmenden Wettbewerb auf den Energiemärkten geprägt. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat der große ostdeutsche Energiedienstleister auch im Jahr 2006 in erheblichem Umfang insbesondere in die weitere Modernisierung der Strom- und Gasnetze in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern investiert, die Versorgungssicherheit weiter stabilisiert und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze gesichert.

Die E.ON edis AG konnte ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,987 Mrd. Euro steigern. Der Jahresüberschuss sank spürbar auf 49,1 Mio. Euro. Daran hatten die Entscheidungen der Bundesnetzagentur, im Strom rund 14 Prozent der beantragten Kosten für die Netzentgelte und im Bereich Gas rund zehn Prozent nicht anzuerkennen, einen erheblichen Anteil. Auch die gestiegenen Bezugskosten für Energie, die nur teilweise an die Kunden weitergegeben wurden, belasteten das Ergebnis. Damit reduzierten sich auch die Gewerbesteuerzahlungen und die Dividenden für die Aktionäre, darunter über 25 Prozent kommunale Anteilseigner. Die Investitionen lagen mit rund 140 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau, ebenso die Instandhaltung mit rund 42 Mio. Euro. Zum 1. Januar 2007 wurde die gesetzlich geforderte Trennung von Netz und Vertrieb durch die vorfristige Ausgründung der
E.ON edis Netz GmbH aus der E.ON edis AG realisiert.

Auch im angespannten Geschäftsjahr 2006 konnte E.ON edis ihre Verantwortung als bedeutender Arbeitgeber und Ausbilder in der Region wahrnehmen. So wuchs die Beschäftigtenzahl der E.ON edis-Gruppe leicht auf 2.631 Mitarbeiter, darunter 200 Azubis. Außerdem bildet E.ON edis 64 junge Menschen für Kooperationspartner (z. B. Stadtwerke) aus. Als besonders erfolgreich im Beschäftigungsaufbau erwies sich einmal mehr die E.ON edis-Tochter e.dialog GmbH, die Call- und Service-Center-Dienstleistungen für
E.ON edis, E.ON Mitte und E.ON Hanse erbringt. Das Unternehmen, das im Jahr 2003 mit 108 Mitarbeitern gestartet war, hatte Ende 2006 an den Standorten Brandenburg/Havel und Demmin 276 Beschäftigte (Ende 2005: 253 Beschäftigte).

E.ON edis hat auch ihre Aktivitäten für Klimaschutz und Energieeffizienz weiter zielstrebig vorangetrieben. Im Jahr 2006 hat der große ostdeutsche Energieversorger eine Biogas-Offensive mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 23 Mio. Euro gestartet. Biogasanlagen in Kaakstedt (Nordbrandenburg) und Sauen (Ostbrandenburg) sind inzwischen in Betrieb gegangen, in Malchin (Mecklenburg) wird in Kürze die erste Ausbaustufe ans Netz gehen, weitere Anlagen befinden sich in Bau. Darüber hinaus hat
E.ON edis über ihre 100 %-Tochter e.disNatur Erneuerbare Energien GmbH in beträchtlichem Umfang in umweltfreundliche Formen der Energieerzeugung investiert. Allein im Geschäftsjahr 2006 setzte das Unternehmen
43 Mio. Euro im Geschäftsfeld regenerative Energien ein, seit der Gründung im Jahr 2001 investierte die E.ON edis-Tochter rund 240 Mio. Euro in umweltfreundliche Formen der Energieerzeugung. Inzwischen betreibt e.disNatur 26 Windparks in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Weitere Projekte sind in Planung, darunter auch ein Windpark an der polnischen Ostseeküste. Damit reiht sich
E.ON edis in die Investitionsoffensive der E.ON AG, Düsseldorf, ein, die in den nächsten fünf Jahren insgesamt acht Mrd. Euro in erneuerbare Energien investieren will.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2006 war die Errichtung und Inbetriebnahme der bundesweit ersten Off-shore-Anlage durch die e.disNatur am 15. Februar im Rostocker Hafen, rund 500 Meter von der Kaimauer entfernt. Mit einem Rotordurchmesser von 90 Metern übertrifft die Turbine sogar die Spannweite des Super-Airbus A 380 um 10 Meter. Für das Fundament wurden 550 Tonnen Sand, 500 Tonnen Beton und 100 Tonnen Stahl durch regionale Unternehmen verbaut. Alle Bauteile mussten per Schiff zum Standort gebracht werden. Die Anlage bringt 2,5 Megawatt Leistung. Das reicht aus, um bei genügend Wind 2.800 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen. Die Off-shore-Anlage hat im Dauerbetrieb bewiesen, dass sie deutlich höhere Erträge als vergleichbare Anlagen auf dem Festland erreicht.