E.ON edis Biogasanlage Malchin kurz vor Inbetriebnahme (08.03.2007)

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel informierte sich vor Ort über Baufortschritt

Am 8. März 2007 besuchte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel die Baustelle der Biogasanlage Malchin. Günter Roller , Geschäftsführer der e.disnatur Erneuerbare Energien GmbH, einer 100%igen Tochter der E.ON edis AG, berichtete Minister Seidel über den Baufortschritt und die bevorstehende Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes. Die Anlage, die Bestandteil eines umfangreichen Investitionsprogramms für Biogasanlagen der e.disnatur ist, wird nach rund einjähriger Bauzeit im 2. Quartal 2007 den ersten Strom in das E.ON edis Netz einspeisen.
Die Errichtung der Anlage Malchin erfolgt in zwei Baustufen mit je 2 x 1064 kW elektrischer Leistung und 2 x 490 kW thermischer Leistung in Form von Dampf. Die Investitionssumme beträgt 13,3 Mio. €.
Der erste Spatenstich für das Projekt erfolgte im Rahmen der Energie- und Umwelttage Malchin am 28. April 2006. Nach Abschluss der Ausführungsplanung und Vergabe der Leistungen begannen Ende Juli 2006 die eigentlichen Bauarbeiten. Als Subunternehmen sind überwiegend Firmen aus der Region tätig.
Die Biogaserzeugung erfolgt im Trockenfermentationsverfahren ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Zum Betrieb der Anlage werden als Einsatzstoffe jedes Jahr 48 000 Tonnen Getreidesilage und 4 800 Tonnen Getreidekörner benötigt. Die Lieferung ist vertraglich mit einer Erzeugergemeinschaft für 12 Jahre, incl. einer Verlängerungsoption, vereinbart.

Bei einer Volllaststundenzahl von 7500 h/a werden ca. 32 000 kWh/ a erzeugt. Die Betriebsführung der Anlage wird durch die BKW Fürstenwalde realisiert. Die Wärmeabnahme erfolgt am Standort durch das Unternehmen Rapsveredlung Vorpommern. Dadurch wird beim Abnehmer Erdgas substituiert.

Die Vorteile dieses Betriebsführungsmodell bestehen aus energiewirtschaftlicher Sicht in einem hohen Grundlastbetrieb (7 500 h/a), einer Kundenbindung in der Region sowie in der Arbeitsplatzsicherung. Die Vorteile aus landwirtschaftlicher Sicht liegen im kalkulierbaren Anbau und einer gesicherten Abnahme der Einsatzstoffe, der Nutzung von Stilllegungsflächen und verschiedener wirtschaftlicher Effekte wie Erlöse durch Pacht und Energieverkauf sowie der Nutzung der Reststoffe als preiswerten Düngestoff.