Die "Wende" 1989/90 führte folgerichtig zu einer völligen Umgestaltung der DDR-Volkswirtschaft. Alle VEB wurden in Kapitalgesellschaften umgewandelt. Die Anteile übernahm zunächst die Treuhandanstalt.

Auf diesem Wege entstanden zum 1. Juli 1990 aus dem EK Frankfurt/O. die Oder-Spree-Energieversorgung AG (OSE), aus dem EK Neubrandenburg die Energieversorgung Müritz-Oderhaff AG (EMO), aus dem EK Potsdam die Märkische Energieversorgung AG (MEVAG) und aus dem EK Rostock die Hanseatische Energieversorgung AG (HEVAG).

Eine wichtige Funktion übernahm in diesem Zusammenhang die PreussenElektra AG aus Hannover, deren Kapital und know-how man dringend brauchte. Sie übernahm vertragsgemäß die Geschäftsbesorgung für die vier jungen Gesellschaften und später auch die Aktienmehrheiten. Nach der kartellrechtlich erzwungenen Abspaltung des Gasgeschäftes 1991 und einem weitgehenden Rückzug aus der Fernwärmeversorgung konzentrierten sich die Unternehmen auf ihr damaliges Kerngeschäft: die Versorgung mit Elektroenergie.

Ein weiteres Problem entstand aus dem Bestreben vieler Kommunen, Stadtwerke zu errichten. In einen komplizierten und teilweise recht langen Prozess konnten aber fast alle Fälle einer für alle Seiten zufriedenstellenden Klärung zugeführt werden.


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Die Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes und die damit verbundene schrittweise Öffnung der europäischen Energiemärkte (Liberalisierung) seit 1998 führte zu veränderten strategischen Überlegungen. Ein Kerngedanke dabei war der Übergang vom Versorgungsunternehmen alter Prägung mit Abnehmern zum Energie-Dienstleister mit einem umfassenden Angebot für seine Kunden. Praktische Schritte in diese Richtung waren die Bündelung der Kräfte durch den Zusammenschluss von EMO, HEVAG, MEVAG und OSE zur e.dis Energie Nord AG mit Sitz in Fürstenwalde/Spree und die Erschließung neuer, zukunftsweisender Geschäftsfelder wie Telekommunikation und Wärmedienstleistungen. Hierzu zählt auch der Wiedereinstieg in die Gasversorgung durch die Übernahme der Ostmecklenburgischen Gasversorgung GmbH, Neubrandenburg (hervorgegangen 1991 aus der Gassparte der EMO) im Jahr 2002.


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Mit verschiedenen Stadtwerken im Netzgebiet initiierte die E.DIS AG (Firma ab Sommer 2002) 1999 das Projekt local energy. Weitere Reaktionen des Unternehmens auf die veränderten Rahmenbedingungen in der Energieversorgung waren außerdem die Reorganisation und der Ausbau von Beteiligungen an verschiedenen Stadtwerken. Durch den Übergang der PreussenElektra auf den neuen E.ON-Konzern wurde auch die E.DIS fest in dessen Strukturen integriert. So heißt das Unternehmen seit dem 1. August 2005 E.ON edis AG.