Am 27. Oktober 2005 nahmen das Vorstandsmitglied der E.ON edis AG, Hans Hellmuth, die 1. Beigeordnete als stellvertretende Landrätin des Landkreises Mecklenburg-Strelitz, Ingrid Sievers, sowie die Geschäftsführer der e.disnatur GmbH, Günter Roller, und der Agrargenossenschaft Roggenhagen e.G. Dr. Schlingmann in Roggenhagen, nördlich von Neubrandenburg, eine Biogasanlage in Betrieb.
Die Anlage wurde komplett von einheimischen Firmen geplant und errichtet: Für die Planung zeichnet die Firma Planungsbüro Rossow, Gesellschaft für Versorgungstechnik mbH, Neubrandenburg verantwortlich. Errichtet wurde sie von der Energieanlagen Nord GmbH, Neubrandenburg. Als Investor fungiert eine eigens gegründete „Biogas Roggenhagen GmbH“ an der zu 60% die e.disnatur GmbH und zu 40 % Landwirte aus der Region beteiligt sind. Insgesamt investierten die Partner
625.000 T€. Die Biogasanlage Roggenhagen wird jährlich 5.000 t Schweinegülle und 2.700 t Maissilage verarbeiten. Aus diesen regenerativen Energieträgern werden ca. 570.000 m³ Biogas gewonnen. Die Anlage kann 160 kW elektrische und 220 kW thermische Leistung bereitstellen.
Mit dem Modell einer Gesellschaftsgründung zum Bau und Betrieb einer solchen Anlage sind die Landwirte der Region nicht nur optimal in das Projekt eingebunden, sie partizipieren zugleich signifikant von den Erlösen aus dem Strom- und Wärmeverkauf. Ein weiterer wichtiger Vorteil des Geschäftsmodells für die Landwirte liegt im langfristig planbaren Anbau von nachwachsenden Rohstoffen sowie in der kostengünstigen Bereitstellung von Wärme für eine Schweinemastanlage. Hieraus ergibt sich eine Substitution von Erdgas.
Ein weiterer Aspekt, der den Landwirten zu Gute kommt, resultiert aus den Reststoffen des Prozesses: Diese sind als kostengünstige Düngemittel für den Ackerbau einsetzbar.
Die Einsatzstoffe kommen ebenfalls aus der Region, die Gülle fällt in der vorhandenen Schweinmastanlage Roggenhagen an und die Maissilage liefert die Agrargenossenschaft ebenfalls selbst.
e.disnatur ist eine hundertprozentige Tochter der E.ON edis AG. Hauptaufgabenfelder des Unternehmens sind die Planung, Realisierung und der Betrieb von Projekten im Bereich der Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgern, die unter das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) fallen. e.disnatur hat sich damit ein zukunfts- und umweltorientiertes Geschäftsfeld zu Eigen gemacht.
Die Projekte der e.disnatur werden vorrangig an Standorten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt realisiert. Auf diese Weise ist die e.disnatur ein wichtiger regionaler Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Gebieten. Insbesondere strukturschwache Regionen profitieren durch die Schaffung von Arbeitsplätzen vom Engagement des Unternehmens