Am 17. Oktober 2005 nahm der Energiedienstleister E.ON edis das modernisierte Umspannwerk Luckenwalde offiziell in Betrieb. 2005 investierte der Stromversorger rund 3 Mio Euro in die Erneuerung dieses aus dem Jahre 1965 stammenden Umspannwerkes. Die technischen Anforderungen des alten UW`s entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen moderner Stromversorgungstechnik. Seit Mitte 2004 erfolgte die Sanierung der gesamten Hochspannungsanlage des Luckenwalder UW`s. Um die 110-kV-Schaltanlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, wurde nur für die Bauphase außerhalb des Umspannwerkes ein Freileitungsprovisorium errichtet. Dieses machte es zusammen mit dem Einsatz von zwei zusätzlichen Baueinsatzkabeln möglich, die Freiluftschaltanlage außer Betrieb zu nehmen und zu ersetzen. Und das geschah in den vergangenen Wochen und Monaten alles, ohne das die Stromkunden von den Städtischen Betriebswerken Luckenwalde und der E.ON edis davon etwas bemerkten - jederzeit sicher und unfallfrei und im wesentlichen unterbrechungsfrei. Um auf dem beengten UW-Gelände die beabsichtigten Modernisierungsmaßnahmen realisieren zu können, bediente sich E.ON edis erstmals einer neuen Technologie. Es wurden sieben hochintegrierte, gasisolierte Schaltfeldmodule installiert, die wesentlich weniger Platzbedarf beanspruchen als konventionelle, luftisolierte Schaltfelder. Auch für den Hersteller dieser Module, die Firma Siemens AG, war der Einbau dieser Technik und Dimension in E.ON edis-Anlagen eine Premiere.
Der jetzt abgeschlossenen Sanierung der Hochspannungsversorgung war 2001/2002 die Rekonstruktion der Mittelspannungs-Versorgungsanlagen des Umspannwerkes für die Stromversorgung der E.ON edis-Kunden im Umland von Luckenwalde vorausgegangen. Und 2003 konnte E.ON edis bereits die neue Mittelspannungsanlage für den Versorgungsbereich der Städtischen Betriebswerke Luckenwalde Ihrer Bestimmung übergeben. "Mit dem Abschluss der Ertüchtigung und Modernisierung ist jetzt im UW Luckenwalde praktisch alles wieder wie neu", erklärt Steffen Segner, der verantwortliche Abteilungsleiter von E.ON edis: "Dieses moderne Umspannwerk trägt in seiner rekonstruierten Gesamtheit der zukünftigen Strombedarfsentwicklung Rechnung und ist ein Meilenstein für die sichere und störungsfreie, sowie die wartungsarme und ferngesteuerte Stromversorgung der Region."