In diesem Jahr haben planmäßig die Arbeiten zur mittelspannungsseitigen Neuerschließung des Bereiches Fischland-Darß-Zingst begonnen. Die Arbeiten werden notwendig, da die elektrische Leistung, die auf der Halbinsel benötigt wird, in den letzten Jahren durch die zunehmende Bebauung erheblich angestiegen ist. Gerade die Abnehmer in der Tourismusbranche haben –vor allem in der Hauptsaison- ein erhebliches Interesse an der Zuverlässigkeit in der Stromversorgung
So haben die Mitarbeiter der E.ON edis AG in den letzten 2 Jahren umfangreiche Modelle entwickelt, wie die künftige Stromversorgung aussehen könnte, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Viele Varianten wurden gerechnet, immerhin soll die nun entstehende neue Netzkonfiguration den Ansprüchen der nächsten Jahrzehnte genügen.
Das nun begonnene Bauprogramm wird ca. 5 Mio. € kosten. Der Abschluss der Arbeiten wird voraussichtlich 2009 erfolgen.
Es werden zwischen dem Umspannwerk Kenz (bei Barth) und den Halbinseln Darß und Zingst ca. 100 km Mittelspannungskabel neu verlegt, 4 neue Transformatorenstationen errichtet und in die Niederspannungsnetze eingebunden. Gleichzeitig werden auf dem Fischland vom Umspannwerk Ribnitz ausgehend ca. 20 km Mittelspannungsleitung bis Ostseebad Wustrow neu verlegt, eine weitere neue Transformatorenstation soll in diesem Zusammenhang in Dändorf neu errichtet werden.
Die ersten Kabel sind im Boden. Zwischen Pruchten und Bresewitz sind 2 neue Kabelsysteme im Frühjahr verlegt worden. Zurzeit laufen die Arbeiten auf dem Zingst zwischen der Meiningenbrücke und Wieck. Allein in diesem Abschnitt werden ca. 11 km Leitung neu verlegt. Die Maßnahme ist anspruchsvoll. Mehrere Gräben müssen überwunden werden.
Nicht zuletzt die ca. 150 m lange und ca. 7 m unter der Wasseroberfläche angesetzte Durchörterung des Prerowstromes ist eine Herausforderung für die Mitarbeiter der E.ON edis AG und deren Nachauftragnehmer, der Mecklenburgischen Energie- und Anlagenbau GmbH aus Warin, denn im sensiblen Gebiet des Nationalparkes Vorpommersche Boddenlandschaft sollen Beeinträchtigungen aller Art möglichst gering gehalten werden.
Allein dieser Abschnitt, der auch mit dem Neubau einer Transformatorenstation in Wieck verbunden ist, wird ca. 380 T € kosten.
Die größte Herausforderung steht den Mitarbeitern des Energieversorgers jedoch im kommenden Jahr bevor, wenn die anspruchsvolle Durchörterung des Meiningenstromes vorgenommen werden soll, die mit ca. 900 m Länge die technische Grenze des Verfahrens erreichen wird. Dazu laufen schon heute die Vorbereitungen.