Den Scharmützelsee südöstlich von Berlin, erreichen Sie über die A12, Abfahrt Fürstenwalde West.
Der Dichter Theodor Fontane hat dem Scharmützelsee einst die mondäne Bezeichnung "Märkisches Meer" verliehen. Umgeben von den Rauener-, den Dubrower- und den Soldatenbergen ist der Scharmützelsee mit einer Fläche von 13,8 Quadratkilometern der größte Brandenburger See. Der Scharmützelsee lässt sich mühelos per Schiff von Berlin oder dem Spreewald erreichen. Das Gebiet um den See ist eine reizvolle Natur- und Kulturlandschaft mit Sehenswürdigkeiten wie alten Feldsteinkirchen, noch gut erhaltenen slawischen Runddörfern, Herrenhäusern sowie historischen Schleusenanlagen und Wassermühlen. Die Region ist von einem über 300 Kilometer umfassenden Rad- und Wanderwegenetz durchzogen. Wer sich an der frischen Luft bewegen möchte, kann nicht nur Baden, Segeln und Surfen, sondern auch Golf und Tennis spielen oder sich in der Therme im Kurort Bad Saarow entspannen.
Info: http://www.scharmuetzelsee.de/,
Tourismusverein Scharmützelsee e.V.,
T 03 36 79-6 48 40
Das Kloster befindet sich in Prenzlau am Uckerwiek (nahe Uckerpromenade). Anfahrt von Berlin über die A11, Abfahrt Gramzow auf die B109 und B188.
Das Dominikanerkloster in Prenzlau war ein bedeutendes geistliches Zentrum, das für die Blüte der Stadt im Mittelalter eine wesentliche Rolle spielte. Die Geschichte des Gebäudes reicht bis ins Mittelalter zurück, als um 1270 Dominikanermönche nach Prenzlau kamen und das Recht erhielten, dort ein Kloster zu gründen. Doch die Geböudeanlage wurde nur bis 1544 klösterlich genutzt. Im Ergebnis der Reformation wurde das Kloster säkularisiert und ging in städtischen Besitz über. In der Folgezeit unterhielt der Gebäudekomplex unter anderem das Armenhaus, das Gefängnis, das Städtische Krankenhaus und das Museum. Während der 90er Jahre wurde die mittelalterliche Bausubstanz des Gebäudes restauriert und durch moderne Einbauten ergänzt. Heute ist das einzige Kloster ein Kulturzentrum und Museum, das 1999 für seine gelungene Kombination unterschiedlicher Kulureinrichtungen in einem historischen Gebäude, mit dem Architekturpreis des Bundeslandes Brandenburg für "Denkmalgerechte Umnutzung von Gebäuden" bedacht wurde.
Info: http://www.dominikanerkloster-prenzlau.de/
T 0 39 84 - 75 22 41
Autobahn A9, Abfahrt Klein Marzehns, dann Richtung Raben.
Eines der im Land Brandenburg ausgewiesenen Großschutzgebiete mit einer wertvollen Pflanzen- und Tierwelt ist der Naturpark Hoher Fläming. Zu dem Park gehören auch Teile des Amtes Brück, das als "Brücke zum Hohen Fläming" Vorfreude auf den eigentlichen Hohen Fläming vermittelt. Seinen Namen verdankt der Fläming den Flamen, die hier, auf Geheiß deutscher Fürsten, ab dem 12. Jahrhundert siedelten. So geht der Name Brück auch nicht auf eine Brückenanlage zurück, sondern wahrscheinlich auf den Namem "Brügge", die Hauptstadt des einstigen Flandern im heutigen Belgien.
Die prägenden Elemente der Fläminglandschaft sind weite Wälder, sanfte Hügel, bunte Wiesen und alte Burgen. Die höchste Erhebung im Fläming ist mit 201 Metern der Hagelberg, der im Norden bis zu 60 Meter steil in das Baruther Urstromtal abfällt, dorthin, wo auch die naturbelassenen Belziger Landschaftswiesen zwischen Belzig und Brück liegen.
Fast die Hälfte des Naturparks ist bewaldet, neben den in Brandenburg dominierenden Kiefernforsten findet man hier viele alte Buchen- und Eichenbestände. Zu den Besonderheiten des Flämings gehören die zahlreichen Findlinge und die Rummeln, enge Trockentäler, die nur bei starkem Regen oder während der Schneeschmelze Wasser führen. Ebenfalls eine einzigartige Naturerscheinung sind die "verlorenen“ Bäche, die unerwartet aus dem Nichts enstehen und ebenso unvermittelt entschwinden.
Rühstädt liegt auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Mit dem Auto erreichen Sie das Storchendorf über die A 24, Abfahrt Pritzwalk und Perleberg Richtung Wittenberge, von dort über Weisen, Kuhblank, Klein Lüben und Bählow bis nach Rühstädt.
Das kleine Rühstädt ist zwar nur ein kleiner Ort in Brandenburg, es kann aber einen deutschen Rekord aufweisen: die 280-Seelen-Gemeinde gilt als das storchenreichste Dorf Deutschlands: Im Jahr 2001 wohnten 37 Paare auf den Dächern des Ortes, der inmitten der Flusslandschaft Elbe, einem Unesco-Biosphärenreservat, liegt. 28 von ihnen zogen dort ihre 68 Jungen auf. An der hohen Nistfrequenz der bundesweit selten gewordenen Großvögel haben die Ruhstädter indes ihren Anteil. Schon seit 1960 legen die Mitglieder des örtlichen Storchenclubs immer wieder neue Nisthilfen im Ort und in der Umgebung an. Ein gewichtiger Grund für das Wiederkehren der gefiederten Freunde dürften jedoch die Feuchtgebiete der Elbtalaue sein, die den Tieren ein reiches Nahrungsreservoir sind. Gewöhnlich kommen die Störche zwischen der letzten Märzwoche und Anfang Mai in die Ruhstädter Gegend, um sich ganz der Nachkommenschaft zu widmen.
Wer mehr über den Weißstorch erfahren möchte, sollte dem Rühstädter Storchenhaus einen Besuch abstatten, das an den Wochenenden Storchenführungen veranstaltet. Im Besucherzentrum des Naturschutzbundes können über eine Videokamera den Storchennachwuchs beobachtet werden.
Das Storchenhaus, T 03 87 91-67 03,
Naturschutzbund Deutschland, T 03 87 91-67 18.
Kloster und Stift Heiligengrabe befinden sich 100 Kilometer nordwestlich von Berlin im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz. Das Kloster ist zu erreichen über die A24 Hamburg-Berlin bis Abfahrt Pritzwalk, danach der Straße in Richtung Pritzwalk folgen bis zur Klostereinfahrt.
Die Klosteranlage Heiligengrabe ist als einzige in Brandenburg fast vollständig erhalten. Das Gebäude wurde als Zisterzienserinnenkloster um 1300 gegründet und entwickelte sich in den folgenden 250 Jahren zu einer eigenständigen wirtschaftlichen Macht, die die ganze Region prägte. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts erfuhr die Anlage im Zuge der Reformation einschneidende Veränderungen, so verloren die Damengärten ihre bis dahin bestehende mittelalterliche Gestaltung.
Das Kloster Heiligengrabe dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte mittelalterlicher Frauenklöster. Diese Klostergründungen übertrafen aufgrund des starken Interesses zumeist adeliger Frauen an der Verwirklichung zisterziensischer Ideale das Wachstum der Mönchsklöster erheblich. 1228 verbot das Generalkapitel weitere Neugründungen von Nonnenklöstern, weshalb die späteren Klöster der Zisterzienserinnen, wie auch Heiligengrabe, nicht in den Orden eingegliedert wurden. Diese Frauenklöster unterschieden sich von denen der Mönche durch ihre eigenständige geschichtliche Entwicklung, der Lage ihrer Klöster und der Bauart ihrer Kirchen.
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